Mi’rādsch-Nacht – Himmelfahrt des Proptheten (s.a.w.)

miracIn der Nacht vom 3. auf den 4. Mai begehen wir nach islamischem Kalender den 27. Radschab und damit die Nacht der Himmelfahrt unseres Propheten, die Mi’rādsch-Nacht.

In dieser Nacht wurde unser Prophet (s.a.w.) des Nachts von Mekka zur Al-Aqsa in Jerusalem gebracht und von dort in die Himmel. Eine Gunst, die Allah einzig unserem Propheten Muhammed (s.a.w.) hat zuteil werden lassen – und damit eine bedeutende Station und Erfahrung in seinem Leben.

Die Himmelsreise begab sich etwa anderthalb Jahre vor der Hidschra. Es war eine schwierige Zeit für den Propheten (s.a.w.) – sie sollte später auch eingehen in die Geschichte als “das Jahr der Trauer”: sein Onkel Abu Talib sowie seine Ehefrau Hatidscha (r.a.) waren verstorben, und die Mekkaner setzten der Gemeinde stark zu. Die Muslime waren hier einer derart starken Unterdrückung ausgesetzt, dass einige von ihnen sich zuletzt genötigt sahen, nach Abessinien auszuwandern, um den Repressalien zu entgehen. Eine solche Atmosphäre war es, in der Allah, der Erhabene, seinem Gesandten mit diesem Wunder Trost und spendete.

Über diese segenreiche Nacht, die eine Reihe von göttlichen Geheimnissen und Weisheiten in sich birgt, heißt es im Koran: “Gepriesen sei der, der seinen Diener (Muhammed) des Nachts von der Heiligen Gebetsstätte (der Kaaba) zur Fernen Gebetsstätte (zur al-Aqsa) gebracht hat, deren Umgebung Wir gesegnet haben, um ihm von Unseren Zeichen zu zeigen. Er ist wahrlich der wohl Hörende, der wohl Sehende.”

Diese nächtliche Reise des Propheten, von der der Koran spricht und die darauf folgende Himmelfahrt sind beide wundersame Ereignisse, die sich jenseits der Grenzen von Zeit und Ort ereignet haben. Und wundersame Ereignisse lassen sich nicht mit dem Verstand erklären. So glauben auch wir bedingunslos an den Koran und den Überlieferungen des Gesandten, wie es seinerzeit Abu Bakr getan hat. Angesichts der Nachricht über dieses wundersame Erlebnis des Propheten (s.a.w.) fand er nur die Worte: “Wenn er es gesagt hat, wird es wahr sein!”